Rehkitz-Rettung

Schönau an der Triesting

Jedes Kitz zählt!
Wir sind vor der Mahd da!

Rehkitz-Rettung aus der Luft

Mehrere Zehntausend Wildtiere, darunter Rehkitze, Kleinsäuger, Vögel und deren Gelege, fallen jedes Jahr den Mähmaschinen zum Opfer! Der angeborene Drückinstinkt schützt die Jungtiere in den ersten Wochen ihres Lebens gegen natürliche Fressfeinde — aber nicht gegen den Menschen und seinen Maschinen.
Rehkitz trinkt Wasser aus einem Bachlauf

Mit Drohne und Herz

Wir vom Verein Rehkitz-Rettung Schönau fliegen gemeldete Wiesen in den frühen Morgenstunden mit Wärmebilddrohnen ab. So erkennen wir Rehkitze als Wärmepunkte im Gras, noch bevor der Mäher kommt. Unsere Helfer bringen die Kitze in Sicherheit — nach dem Mähen werden sie wieder freigelassen.

Gemeinsam für das Tierwohl

Wir vom Verein Rehkitz-Rettung Schönau engagieren uns für das Tierwohl von Wildtieren und haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Tierschutzgesetz zu fördern. Dies verwirklichen wir ehrenamtlich durch die Rettung von Rehkitzen bei der Wiesenmahd. Die Detektion des gefährdeten Jungwilds auf landwirtschaftlichen Flächen erfolgt hier vorwiegend mittels mit Wärmebildkamera ausgestatteter unbemannter Flugsysteme — sprich Drohnen. Dabei liegt uns die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung sowie der Austausch mit der Jägerschaft, den Landwirten und Jagdpächtern besonders am Herzen.
Mann startet aus seiner Hand eine Flugdrohne

Wissenswertes zur Kitzrettung

Rehkitze haben in den ersten zwei bis drei Lebenswochen keinen Fluchtinstinkt. Bei Gefahr drücken sie sich flach ins Gras, anstatt zu fliehen. Da die Setzzeit (Mai/Juni) genau mit der Mähsaison zusammenfällt, werden die Kitze von Mähwerken erfasst. In Österreich werden laut Schätzungen jährlich bis zu 25.000 Rehkitze durch Mähwerke getötet.

Wir fliegen die Wiesen in den frühen Morgenstunden mit Drohnen ab, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind. Da der Temperaturunterschied zwischen Tierkörper und Umgebung frühmorgens am größten ist, liefert die Kamera die besten Ergebnisse vor Sonnenaufgang. Gefundene Kitze werden von Helfern am Boden gesichert und nach dem Mähen wieder freigelassen.

Das Wichtigste: Nicht anfassen und Ruhe bewahren. Lassen Sie das Kitz unbedingt unberührt liegen und kontaktieren Sie den zuständigen Jäger oder die örtliche Polizei. Die Mutter ist meistens in der Nähe und kommt zum Säugen zurück. Ein allein liegendes Kitz ist in der Regel nicht verwaist.

Nein. Nimmt ein Kitz Menschengeruch an, kann es von der Mutter verstoßen werden. Falls ihr bei einem Einsatz ein Kitz bergen müsst, verwendet immer Grasbüschel oder Handschuhe — niemals mit bloßen Händen anfassen.

Die kritische Zeit ist von Mai bis Juli. In dieser Phase legen Rehgeißen ihre Kitze im hohen Gras ab und die erste Mahd steht an. Unsere Einsätze konzentrieren sich auf diesen Zeitraum.

Nichts. Alle Helfer arbeiten ehrenamtlich aus Verbundenheit zu Tier und Natur.Wir freuen uns aber über Spenden, da unsere Technik (Drohnen, Akkus, Wärmebildkameras) gewartet und ersetzt werden muss

Wir suchen immer Freiwillige — sowohl für die Bodensuche als auch als Drohnenpiloten. Vorkenntnisse sind für Helfer vor Ort nicht nötig, wir weisen euch ein. Drohnenpiloten brauchen einen EU-Kompetenznachweis und idealerweise eine Drohne mit Wärmebildkamera. Meldet euch über unsere Mitmachen-Seite.

Nein. Die meisten Helfer unterstützen am Boden — Kitze bergen, Kisten tragen, Fundstellen sichern. Wenn du allerdings als Drohnenpilot fliegen möchtest, solltest du eine Drohne mit Wärmebildkamera mitbringen.

Idealerweise mindestens 24 bis 48 Stunden vor der geplanten Mahd. Je früher ihr uns Bescheid gebt, desto besser können wir planen und ein Team organisieren. Meldet euch über unser Kontaktformular oder die Notfallnummer.

Vereinslogo Drohne mit Herz schwebt über Rehkitz
© Rehkitzrettung -Schönau